#ausnahmslos gegen Sexismus und Rassismus in Regensburg

Wir als Grü­ne unter­stütz­ten die Demons­tra­ti­on gegen Sexis­mus und Ras­sis­mus am 16. Janu­ar in Regens­burg. Unter ande­rem tre­ten Maria Simon für uns Grü­ne und Bir­git Nemec (GRÜNE JUGEND) als Red­ne­rin­nen auf:

Wenn­gleich bezüg­lich der Ereig­nis­se in der Sil­ves­ter­nacht in Köln noch vie­les unklar ist, muss fest­ge­hal­ten wer­den: Die mas­si­ve (sexua­li­sier­te) Gewalt gegen Frau­en hat die gesell­schaft­li­che Debat­te um Flucht und Migra­ti­on nach Deutsch­land erheb­lich beein­flusst. Sowohl in Tei­len von Poli­tik und Medi­en als auch in sozia­len Netz­wer­ken wird der Ton rau­er, ras­sis­ti­sche Posi­tio­nen gewin­nen Land.

Rech­te Orga­ni­sa­tio­nen ver­su­chen die Gewalt­ta­ten aktu­ell für ihre Zwe­cke zu instru­men­ta­li­sie­ren: ras­sis­ti­sche Het­ze gegen Flücht­lin­ge. Ver­gan­ge­nen Sams­tag ver­such­te dies bei­spiels­wei­se „PEGIDA“ in Köln; dabei kam es zu gewalt­tä­ti­gen Über­grif­fen auf Polizeibeamt_innen und Journalist_innen. Auch bei „LEGIDA“ in Leip­zig wur­den die Angrif­fe auf Frau­en am Mon­tag instru­men­ta­li­siert, zeit­gleich grif­fen Anhän­ger der rech­ten Bewe­gung mehr als 25 Häu­ser und Laden­ge­schäf­te im alter­na­ti­ven Stadt­teil Con­ne­witz an und ver­letz­ten min­des­tens drei Personen.

An Regens­burg geht die­se Ent­wick­lung eben­falls nicht spur­los vor­über. In der Nacht von Sonn­tag auf Mon­tag wur­den im Stadt­ge­biet meh­re­re groß­flä­chi­ge ras­sis­ti­sche Schmie­re­rei­en mit Bezug zu den Ereig­nis­sen in der Sil­ves­ter­nacht in Köln ange­bracht, die Poli­zei konn­te einen 25-jäh­ren Täter festnehmen.

Für Sams­tag mobi­li­siert nun die Bay­ern­par­tei, die in der Ver­gan­gen­heit vor allem durch ihre Pole­mi­ken gegen die Frau­en­quo­te und ihrem Kampf gegen das Gen­der Main­strea­ming und das „All­ge­mei­ne Gleich­be­hand­lungs­ge­setz“ in Erschei­nung trat, zu einer Kund­ge­bung unter dem Mot­to „Baye­ri­sche Frau­en-Power for­dert Respekt“.
Die­je­ni­gen, die Eman­zi­pa­ti­on und Gleich­be­rech­ti­gung von Frau­en sonst als „Gen­der­wahn“ ver­ächt­lich machen und bekämp­fen, wol­len nun für uns Par­tei ergreifen?

Wir sagen dazu: Gegen Sexis­mus und Ras­sis­mus – Eman­zi­pa­ti­on ist nicht teilbar.

Wir sind soli­da­risch mit allen, die Tag für Tag Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund ihres Geschlech­tes erfah­ren. Wir for­dern eine umfas­sen­de und wirk­sa­me Unter­stüt­zung für Betrof­fe­ne sexua­li­sier­ter Gewalt. Wir for­dern eine ernst­haf­te Ver­fol­gung und Bestra­fung der Täter, egal ob es sich dabei um ver­meint­lich „Ande­re“ oder wei­ße deut­sche Män­ner der Mit­tel­schicht han­delt. Wir for­dern eine brei­te gesell­schaft­li­che Aus­ein­an­der­set­zung mit sexis­ti­schen und patri­ar­cha­len Zustän­den, die schon lan­ge vor dem Stei­gen der Flücht­lings­zah­len All­tag in Deutsch­land waren und noch immer sind.

Wir tre­ten für eine Gesell­schaft ein, in der nie­mand Angst haben muss, wegen sei­nes Geschlech­tes oder sei­ner Her­kunft Nach­tei­le oder Dis­kri­mi­nie­rung erlei­den zu müs­sen. Eman­zi­pa­ti­on jetzt – gegen Sexis­mus und Rassismus!
Die ver.di Frau­en und ver.di Jugend Regens­burg rufen zu einer Kund­ge­bung am Sams­tag, 16.1. um 13 Uhr am Neu­pfarr­platz auf. Die Kund­ge­bung wird von dem Bünd­nis „Kein Platz für Nazis“ und wei­te­ren zivil­ge­sell­schaft­li­chen Orga­ni­sa­tio­nen unterstützt.#