Bildungs- und Sozialpolitischer Aschermittwoch

Dies­jäh­ri­ger Haupt­red­ner des tra­di­tio­nel­len bil­dungs- und sozi­al­po­li­ti­schen Ascher­mitt­wochs im Lee­ren Beu­tel ist der reno­mier­te Armuts­for­scher Prof. Dr. Chris­toph But­ter­we­ge. Der emmer­etier­te Hoch­schul­leh­rer der Uni­ver­si­tät Köln erläu­tert, wie Armut unse­re Gesell­schaft spal­tet und zeigt Hand­lungs­op­tio­nen auf, wie wir als orga­ni­sier­te Bür­ger die­sem Mam­mut­pro­blem ent­ge­gen­wir­ken kön­nen.

Armut in der rei­chen Bun­des­re­pu­blik ist eine extre­me Aus­prä­gung sozia­ler Ungleich­heit. Den­noch wird sie in der öffent­li­chen Debat­te nicht ernst genom­men. In Talk­shows wer­den die Hartz-Geset­ze, die Benach­tei­li­gung von Kin­dern und Fami­li­en, die Angst der Men­schen vor einem sozia­len Absturz, der Zer­fall der Mit­tel­schicht und die Fol­gen der glo­ba­len Finanz­kri­se sehr häu­fig erör­tert. Man spricht jetzt zwar viel mehr über Armut, nimmt sie aber eben­so wenig als gesell­schaft­li­ches Kar­di­nal­pro­blem ernst wie in der Ver­gan­gen­heit.

But­ter­we­ge zieht in sei­nem aktu­el­len Buch Armut Bilanz über die drit­te Gro­ße Koali­ti­on und wie sie dem Pro­blem der Armut begeg­net ist bzw. Chan­cen für kon­kre­tes Han­deld hat ver­strei­chen las­sen. Die Pola­ri­sie­rung von Ein­kom­men und Ver­mö­gen wird durch die aktu­el­le Regie­rungs­pra­xis vor­an­ge­trie­ben. Gewerk­schaf­ten, Kir­chen, Wohl­fahrts­ver­bän­de und glo­ba­li­sie­rungs­kri­ti­sche Netz­wer­ke sind gefor­dert, mehr außer­par­la­men­ta­ri­schen Druck zu erzeu­gen, der die aktu­ell Regie­ren­den zu tief­grei­fen­den Sozi­al­re­for­men zwingt!

 

Im Anschluss wird es eine Musi­ka­li­sche Unter­hal­tung von Bian­ca Hasl­beck am Kla­vier geben und die Regens­bur­ger Sozia­len Initia­ti­ven rei­chen Fisch- und Gemü­se­sup­pe.

 

Haupt­ver­an­stal­ter: Regens­bur­ger Sozia­le Initia­ti­ven e.V.

Mit­ver­an­stal­ter: B90/Die Grü­nen Regens­burg-Stadt, Die­Lin­ke, ÖDP, Ver­di, GEW, EBW, PAX Chris­ti, attac, Arbei​ter​kind​.de, AK Uni­fair