Die Radfreigabe in der Altstadt ist eine gute Sache – daran ändert auch die Schwarzmalerei der CSU-Stadträte nichts!

Seit dem 1. April 2015 ist die Regens­bur­ger Alt­stadt zur Freu­de vie­ler Fahrradfahrer*innen pro­be­wei­se für den Rad­ver­kehr frei­ge­ge­ben. Noch vor dem Aus­lau­fen die­ser Pro­be­pha­se möch­te die CSU-Stadt­rats­frak­ti­on das Pro­jekt als geschei­tert wis­sen. Der Alt­stadt­ver­band der Grü­nen sieht dage­gen vie­le gute Grün­de für die Fahr­rad­frei­ga­be und kon­tert den Kritiker*innen aus der Stadtratsopposition.

Die CSU-Stadt­rä­te for­dern eine „Schutz­zo­ne“ für Fußgänger*innen und beschwö­ren das Angst­bild vom „rück­sichts­lo­sen Rad­ler“, vor dem die Altstadtbewohner*innen beschützt wer­den müs­sen. „Die CSU zeich­net hier ein völ­lig ver­zerr­tes Bild der Sicher­heits­la­ge in der Alt­stadt. Tat­säch­lich wur­de bis­her noch kein ein­zi­ger Unfall zwi­schen Fuß­gän­gern und Fahr­rad­fah­rern bei der Poli­zei regis­triert“, so Dr. Tho­mas Holz­mann, Orts­vor­sit­zen­der der Grü­nen in der Regens­bur­ger Alt­stadt Grü­nen, und schließt dar­aus „das Neben­her von ver­schie­de­nen Geschwin­dig­kei­ten scheint in der Alt­stadt doch rück­sichts­vol­ler und bes­ser zu funk­tio­nie­ren, als von den Kri­ti­kern der Rad­frei­ga­be befürch­tet wor­den ist“.

Der Orts­ver­band befür­wor­tet aus­drück­lich die Fort­füh­rung der Rad­frei­ga­be in der Alt­stadt. „Es wur­de höchs­te Zeit, dass die Regens­bur­ger Alt­stadt­be­woh­ner ihre all­täg­li­chen Wege ganz unkom­pli­ziert und umwelt­freund­lich mit dem Fahr­rad bestrei­ten kön­nen“ , spricht sich auch die Orts­vor­sit­zen­de Vero­ni­ka Zei­chin­ger aus und bekräf­tigt, „ auch die Laden­be­sit­zer pro­fi­tie­ren von der Frei­ga­be. Vie­le Kun­den erle­di­gen ihre Ein­käu­fe mit dem Rad, davon zeu­gen auch die zahl­rei­chen gepark­ten Fahr­rä­der im direk­ten Umfeld der Geschäf­te“. Mit die­sem Punkt macht die Orts­vor­sit­zen­de deut­lich, wie sich die CSU-Stadträt*innen in ihren eige­nen For­de­run­gen wider­spre­chen. „Da will die CSU-Frak­ti­on mit Blick auf den Ein­zel­han­del einer­seits, dass die Innen­stadt für den Indi­vi­du­al­ver­kehr erreich­bar bleibt und for­dert ande­rer­seits eine rigi­de Ein­schrän­kung des Fahr­rad­ver­kehrs. Das ist schon irgend­wie absurd“, so Zeichinger.

Statt die Rad­frei­ga­be unnö­tig schlecht zu reden, soll­ten sich die CSU-Stadt­rä­te lie­ber selbst in die Peda­le stei­gen! Das beru­higt das Gemüt und schont die Umwelt.