Europa muss zu einer Sozialunion werden

Grüner Europakandidat Rasmus Andresen besucht Regensburg zum Thema Sozialpolitik

Am Don­ners­tag, 11. April, besuch­te der Vize­prä­si­dent des schles­wig-hol­stei­ni­schen Land­tags und grü­ne Euro­pa­kan­di­dat Ras­mus And­re­sen Regens­burg. Am Nach­mit­tag besuch­te er gemein­sam mit den Regens­bur­ger Grü­nen die Obdach­lo­sen­ein­rich­tung Stroh­halm. Nach einem enga­gier­ten Ein­satz im „Haus­tür­wahl­kampf“ dis­ku­tier­te And­re­sen gemein­sam mit Andrea Huber, Jugend­se­kre­tä­rin der DGB-Jugend Ost­bay­ern, und Anna Hop­fe, poli­ti­sche Geschäfts­füh­re­rin der Grü­nen Jugend Regens­burg, über die Per­spek­ti­ven einer euro­päi­schen Sozi­al­po­li­tik.

Die kom­men­de Wahl ist eine Rich­tungs­wahl“, so der Grü­nen-Stadt­vor­sit­zen­de und Bezirks­rat Ste­fan Chris­toph, der And­re­sen zum Wahl­kampf nach Regens­burg ein­ge­la­den hat­te. „Wir kämp­fen für ein sozia­le­res, offe­ne­res und demo­kra­ti­sche­res Euro­pa“, so Chris­toph. Eine gan­ze Gene­ra­ti­on jun­ger Men­schen sei in einem fried­li­chen Euro­pa auf­ge­wach­sen, in dem natio­na­le Gren­zen eine immer gerin­ge­re Rol­le spiel­ten. Der­zeit wer­de das aller­dings durch popu­lis­ti­sche und natio­na­lis­ti­sche Par­tei­en bedroht.

Vie­le jun­ge Men­schen haben das Gefühl, sie ver­ste­hen nicht, was in Brüs­sel pas­siert“, meint die poli­ti­sche Geschäfts­füh­re­rin der Grü­nen Jugend Regens­burg Anna Hop­fe. „Dabei gibt es so vie­le Pro­ble­me, für die wir eine euro­päi­sche Lösung brau­chen: Vom Kli­ma­wan­del über Jugend­ar­beits­lo­sig­keit bis hin zur Kon­trol­le von Inter­ne­trie­sen wie Face­book oder Goog­le.“ Sie plä­diert dafür, dass die Euro­päi­sche Uni­on trans­pa­ren­ter wird und näher an die Bürger*innen her­an­rückt.

Um den Zusam­men­halt in Euro­pa zu stär­ken, hält der grü­ne Euro­pa­kan­di­dat Ras­mus And­re­sen vor allem die Sozi­al­po­li­tik für wich­tig: „Men­schen, die von Armut bedroht sind, brau­chen eine euro­päi­sche Sozi­al­ga­ran­tie. Die EU muss die Men­schen direkt unter­stüt­zen, nicht die staat­li­chen Struk­tu­ren.“ Dane­ben plä­diert der Kan­di­dat für einen euro­päi­schen Min­dest­lohn, der 60 Pro­zent des ört­li­chen Durch­schnitts­ein­kom­mens betra­gen soll. „Euro­pa darf kei­ne rei­ne Wirt­schafts­uni­on blei­ben, son­dern muss Sozi­al­uni­on wer­den!“ for­dert And­re­sen.