IDAHOBIT-Demo 17. Mai 2018

Seit 2005 wird der IDAHOT (Inter­na­tio­nal Day Against Homo- and Trans­pho­bia) all­jähr­lich am 17. Mai gefei­ert. Der Tag nimmt Bezug auf den 17. Mai des Jah­res 1990, an dem die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on Homo­se­xua­li­tät von der Lis­te der psy­chi­schen Krank­hei­ten strich. Auch wenn sich die Situa­ti­on der betrof­fe­nen Men­schen in den letz­ten Jah­ren schritt­wei­se ver­bes­sert hat, sind wir in Deutsch­land noch weit ent­fernt von einer gesell­schaft­li­chen Rea­li­tät, in der kein Mensch auf­grund sei­nes Geschlechts und/oder sei­ner sexu­el­len Ori­en­tie­rung benach­tei­ligt wird. Denn Per­so­nen, die sich in dem binä­ren Geschlech­ter­sys­tem (männlich/weiblich) oder der hete­ro­se­xu­el­len Norm nicht wie­der­fin­den, müs­sen in unse­rer Gesell­schaft bis heu­te Dis­kri­mi­nie­rung erfah­ren – bei­spiels­wei­se im juris­ti­schen oder medi­zi­ni­schen Bereich, von gesell­schaft­li­cher Akzep­tanz ganz zu schwei­gen.

Um auf die vie­len noch bestehen­den Miss­stän­de hin­zu­wei­sen, sind wir Grü­ne ver­gan­ge­nen Don­ners­tag neben ande­ren Unterstützer*innen auf die Stra­ße gegan­gen. Unser Stadt­vor­sit­zen­der Ste­fan Chris­toph sag­te in sei­nem Rede­bei­trag: „Natür­lich soll­ten wir die Ehe für alle fei­ern – oder viel mehr, dass es ein gesell­schaft­li­ches Kli­ma gibt, das die­se über­haupt mög­lich macht.“ Aber er kri­ti­sier­te deut­lich: „Für einen Akti­ons­plan gegen Homo- und Trans­feind­lich­keit sieht die Staats­re­gie­rung kei­ne Not­wen­dig­keit. […] Wir sind nicht gefeit vor einer Rück­wärts­be­we­gung.“

Mir­jam Kör­ner, Spre­che­rin der Grü­nen Jugend Regens­burg, beklag­te in ihrer Rede unter ande­rem die nied­ri­ge Sicht­bar­keit von Les­ben im öffent­li­chen Raum: „Wir müs­sen uns bewusst machen, dass es Les­ben in allen gesell­schaft­li­chen Schich­ten und mit unter­schied­lichs­ten Lebens­er­fah­run­gen gibt. […] Die Reprä­sen­ta­ti­on die­ser Viel­falt muss gestärkt wer­den.“