Zwei für Bayern – Grünes Urwahlforum in Regensburg

Ver­gan­ge­nen Sams­tag, 13. Janu­ar 2018, besuch­ten die Kan­di­die­ren­den der Urwahl zum Grü­nen Spit­zen­duo für die Land­tags­wahl Regens­burg. Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Katha­ri­na Schul­ze, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Lud­wig Hart­mann und Par­la­men­ta­ri­scher Geschäfts­füh­rer Tho­mas Gehring stell­ten sich den Fra­gen der über 60 inter­es­sier­ten Mit­glie­der und Gäs­te im Lee­ren Beu­tel.
„Unser Land steht vor gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen, für die wir Grü­ne über­zeu­gen­de Ant­wor­ten haben“, begrüß­te der Regens­bur­ger Grü­nen-Vor­sit­zen­de Ste­fan Chris­toph die Anwe­sen­den. Im Son­die­rungs­pa­pier zwi­schen Uni­on und SPD fin­de sich nichts zu Kli­ma- und Umwelt­po­li­tik, zu Daten- und Ver­brau­cher­schutz und sozia­le Gerech­tig­keit sei nur eine Mar­gi­na­lie in dem Text. „Dabei ste­hen in der Kli­ma­po­li­tik, mit der Digi­ta­li­sie­rung und  in Sachen Euro­pa gro­ße Zukunfts­the­men auf der Agen­da.“ Anschlie­ßend begrüß­te er die Lan­des­vor­sit­zen­de Sigi Hagl, die den basis­de­mo­kra­ti­schen Urwahl­pro­zess erläu­ter­te, und MdL Jür­gen Mis­tol, der die drei Kan­di­die­ren­den und den Mode­ra­tor MdB Ste­fan Schmidt an den Dis­kus­si­onstisch in der Mit­te des his­to­ri­schen Saals bat.
Eine brei­te The­men­pa­let­te an Fra­gen und Anlie­gen hat­ten die Anwe­sen­den für die drei Abge­ord­ne­ten mit­ge­bracht. Johan­na Röhr­mo­ser, Schrift­füh­re­rin der Regens­bur­ger Grü­nen, inter­es­sier­te sich für Aus­bil­dungs- und Job­per­spek­ti­ven im Hand­werk. Dafür möch­te der Bil­dungs­po­li­ti­ker Tho­mas Gehring ins­be­son­de­re den zwei­ten Bil­dungs­weg eben­so wie die Durch­läs­sig­keit des Bil­dungs­sys­tems stär­ken. Land­tags-Lis­ten­kan­di­da­tin Vero­ni­ka Zei­chin­ger frag­te die Kan­di­die­ren­den, wie sie die Bevöl­ke­rung auf dem Land errei­chen woll­ten. Dazu müss­ten die Grü­nen ihre Kon­zep­te für den länd­li­chen Raum, von der Ver­kehrs­wen­de bis zur Ein­däm­mung von Flä­chen­fraß, bekann­ter machen, so Katha­ri­na Schul­ze. Tina Winkl­mann von den Schwan­dor­fer Grü­nen inter­es­sier­te sich beson­ders für die Ober­pfalz-Kennt­nis­se der Kan­di­die­ren­den. Lud­wig Hart­mann glänz­te dabei mit Orts­kennt­nis: Die Ober­pfalz sei sehr divers. Es gebe boo­men­de Regio­nen wie Regens­burg und sei­ne Umge­bung, gleich­zei­tig gebe es in der nörd­li­chen Ober­pfalz Orte, die die Flä­chen­fraß-Sta­tis­tik des Frei­staats mit Abstand anführ­ten.
Die geplan­ten zwei Stun­den ver­gin­gen auf Grund der vie­len Fra­gen wie im Flu­ge. Alle Kandidat*innen hin­ter­lie­ßen einen sehr kom­pe­ten­ten Ein­druck. Die Abstim­mung wird für die knapp 10000 baye­ri­schen Mit­glie­der der Grü­nen nicht leicht!